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Ökosysteme

Unser ganzheitlicher Beitrag zum Klimaschutz

Nachhaltiges Handeln ist unabdingbar für eine lebenswerte Zukunft. Als weltweit tätige Unternehmensgruppe leisten wir unseren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Filialen und Gebäude bauen wir möglichst energetisch, um eine nachhaltige Energiewende zu fördern. Unseren Strombedarf decken wir mit erneuerbaren Energien – teils aus eigener Erzeugung. Den Effizienz- und Nachhaltigkeitsanspruch forcieren wir auch mit Blick auf den Verbrauch von Süßwasser, den Schutz von Gewässern und Meeren oder den Erhalt der Biodiversität. Hier setzen wir zum Beispiel auf den Aufbau von Kreislaufsystemen oder ein konsequentes Abfallmanagement.

Aktiver Klimaschutz

Portrait von Hans Joachim Schellnhuber

"Die Bedrohung der Welternährung durch klimabedingte Dürren, Fluten, Missernten lässt sich nur dann noch beherrschen, wenn wir die globale Erwärmung auf weniger als 2 Grad Celsius begrenzen. Das bedeutet: Der Ausstoß von Treibhausgasen muss bis 2050 weltweit auf null gedrückt werden. Hier trägt auch der Lebensmittelhandel als vitaler Teil unserer Wirtschaft Verantwortung. Die Schwarz Gruppe sollte deshalb einen angemessenen Beitrag zur Stabilisierung unseres Klimas leisten. Dafür braucht sie einen robusten Plan zur raschen Reduktion ihrer Emissionen bei der Kühlung, der Beleuchtung, der Verteilung, ja, der Produktion ihrer Waren. Damit auch unsere Enkel sicher leben und gut essen können."

Professor Hans Joachim Schellnhuber CBE,
Director Emeritus of the Potsdam Institute for Climate Impact Research (PIK)

Klimastrategie der Schwarz Gruppe

Klimastrategie der Schwarz Gruppe

Der Klimawandel stellt unsere Gesellschaft vor enorme Herausforderungen und macht ein Handeln auf allen gesellschaftlichen Ebenen unumgänglich. Als Schwarz Gruppe ist es unser Anspruch, die Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten und die Emissionen von Treibhausgasen stetig zu minimieren.

Im Rahmen unserer gruppenweiten Klimastrategie sind wir als Schwarz Gruppe bereits im August 2020 offiziell der Science Based Targets Initiative beigetreten. Nach der Erstellung der vollständigen Klimabilanz sowie der Analyse des CO2-Fußabdrucks wurden gemäß der Methodik der Science Based Targets Initiative Klimaschutzziele festgelegt und mit Maßnahmen zu Reduktion, Vermeidung oder Kompensation des CO2-Ausstoßes in Betrieb und Lieferkette hinterlegt. Diese Ziele wurden von der Initiative validiert und offiziell freigegeben.

Klimaziele: 1,5 Grad Klimaziel, -55% CO2 bis 2033, 100% Grünstrom ab 2022, Klimaneutralität Lidl ab 2022 & Kaufland bis spätestens 2025

Ziele der Schwarz Gruppe

Die Schwarz Gruppe wird ihre betriebsbedingten Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) bis 2030 um 55 Prozent im Vergleich zu 2019 verringern. Lidl und Kaufland haben sich im Zuge dessen das Ziel gesetzt, ihre betriebsbedingten Treibhausgasemissionen (Scope 1 und 2) im selben Zeitraum um 80 Prozent zu reduzieren.

Zudem verpflichtet sich die Schwarz Gruppe, ihre absoluten Scope-3-Emissionen hinsichtlich der Nutzung verkaufter Brennstoffe um 27,5 Prozent bis 2030 im Vergleich zu 2019 zu senken. Lieferanten, die für 78 Prozent der produktbezogenen Emissionen verantwortlich sind, werden von der Schwarz Gruppe dazu angehalten, bis 2026 selbst ein Klimaziel nach den Kriterien der Science Based Targets Initiative zu definieren.

Vielfältige Maßnahmen zur Reduktion, Vermeidung oder Kompensation des CO2-Ausstoßes in Betrieb und Lieferkette dienen der Erreichung dieser Ziele.

So bezieht die gesamte Schwarz Gruppe unter anderem seit dem Geschäftsjahr 2022 ihren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.** Dabei ist der Ausbau der Eigenstromerzeugung ein wichtiger Baustein.

Bis 2025 ist es das Ziel der Schwarz Gruppe die Anzahl der Photovoltaikanlagen auf und an den Gebäuden der Unternehmensgruppe auf 5.000 Anlagen, mit insgesamt rund 700.000 kWp Leistung, zu erhöhen. Ausgehend von 1.305 Photovoltaikanlagen im Geschäftsjahr 2020 werden somit rund 3.700 neue Photovoltaikanlagen installiert. Davon werden mehr als 1.600 Anlagen mit einer Leistung von rund 200.000 kWp in Deutschland errichtet.

Mit unserer Klimastrategie unterstützen wir das Pariser Klimaabkommen und leisten einen messbaren Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius.

* Reduktion der betriebsbedingten Emissionen (Scope 1 & 2) im Vergleich zu 2019 // ** Ausgenommen Bezugsverträge, die die Schwarz Gruppe nicht beeinflussen kann, wie zum Beispiel bei einzelnen Mietobjekten mit Strombezugsbindung // ***Ausgleich der betriebsbedingten Emissionen (Scope 1 & 2) durch Kompensationsprojekte

Zahlen und Fakten

988.768

m² Fläche Photovoltaik

Wachstum um 259.367 m² im Vergleich zum Vorjahr

128.825

MWh Stromerzeugung erneuerbare Energien

63 % Steigerung zum Vorjahr. Über 30.000 Haushalte könnten damit versorgt werden

10,54

% bisherige Reduktion der betriebsbedingten Emissionen

im Vergleich zum Vorjahr (Scope 1 und 2)

1.757

Lidl- und Kaufland-Filialen

sind jeweils mit mindestens einer E-Ladestation ausgestattet

Die Science Based Target Initiative ist eine Allianz aus den renommierten Umwelt- und Klimaschutzorganisationen CDP (ehemals Carbon Disclosure Project), UNGC (United Nations Global Compact), WRI (World Resources Institute) und WWF (World Wide Fund For Nature).

Die SBTi hat sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftsbasierte Klimaziele in Unternehmen zu fördern, um so trotz des stetig ansteigenden Bevölkerungswachstums langfristig eine emissionsarme Wirtschaft zu erreichen. Damit soll ein Rahmen bereitgestellt werden, der es Firmen erlaubt, ihren Treibhausgasausstoß auf einer wissenschaftlichen Grundlage zu reduzieren. Aktuell haben sich weltweit bereits über 2.000 Unternehmen der Initiative angeschlossen.

Die SBTi ist zum international anerkannten Standard für die Zielsetzung der Reduktion von Emissionen für Unternehmen geworden. Bei der Bewertung der Klimaziele berücksichtigt die SBTi sowohl den Sektor als auch die Größe des Unternehmens. Dies bedeutet, dass Firmen ihre Emissionsreduktionen an einer konkreten Zielsetzung ausrichten können, um dem Klimawandel effektiver entgegenzuwirken und die globalen Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen.

Die Sonne ist eine gigantische Energiequelle, deren Licht und Wärme auf unsere Erde strahlt. Während die Erde einen Teil der Sonnenenergie zunächst in Form von Wärme aufnimmt, wird etwa ein Drittel der Energie sofort in die Atmosphäre zurückreflektiert. Hier absorbieren Spurengase einen Teil der zurückgeworfenen Energie und schicken ihn wiederum zur Erdoberfläche zurück: der sogenannte Treibhauseffekt entsteht. Je mehr Treibhausgase, wie zum Beispiel CO2, sich in unserer Atmosphäre befinden, desto mehr Wärme wird von der Atmosphäre auf unsere Erde zurückgeworfen – die Folge: Unser Planet wird immer wärmer.

Um den CO2-Fußabdruck eines Unternehmens zu messen, werden die von ihm in die Umwelt ausgeströmten verunreinigten Stoffe, sogenannte Treibhausgas-Emissionen, in drei Bereiche (Scopes) unterteilt und begutachtet:

  • Scope 1: Direkte Emissionen, die im Unternehmen anfallen und in dessen Einfluss liegen.
  • Scope 2: Indirekte Emissionen, die durch die Bereitstellung von Energie außerhalb des Unter-nehmens entstehen.
  • Scope 3: Emissionen, die durch die Geschäftstätigkeit entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette entstehen.

Neben Kohlenstoffdioxid werden auch andere Treibhausgase bilanziert und in Tonnen CO₂-Äquivalent (CO2e) umgerechnet. CO2 e ist ein metrisches Maß, um die Emissionen verschiedener Treibhausgase zu vergleichen. Dazu werden die Mengen anderer Gase in die äquivalente Menge von CO2 umgerechnet. Denn die verschiedenen Treibhausgase tragen unterschiedlich stark zum Treibhauseffekt bei und bleiben verschieden lang in der Erdatmosphäre: Demnach ist eine Tonne Methan rund 25-mal klimaschädlicher als eine Tonne CO2 (eine Tonne Methan entspricht also etwa 25 Tonnen CO2e)

Übersicht über Scope 1, 2 und 3

Unsere Maßnahmen

Süßwasser bewahren

Süßwasser ist eine der wichtigsten Ressourcen der Erde. Es steht uns als erneuerbare Ressource zwar kontinuierlich zur Verfügung, ist aber durch eine ungleiche Verteilung und negative Auswirkungen der Nutzung in steter Gefahr, Schaden zu nehmen. Ohne ausreichend verfügbares, sauberes Wasser wäre keine Landwirtschaft und keine industrielle Produktion denkbar. Ohne saubere Meere wäre Fischerei unmöglich und die gesamte Ökologie der Erde wäre massiv gestört. Angesichts all dieser Herausforderungen will die Schwarz Gruppe an allen Standorten und in allen Ländern die Verschmutzung von Gewässern und den übermäßigen Verbrauch von Wasser vermeiden.

Maßnahmen

Landnutzung und Biodiversität

Der Verlust der biologischen Vielfalt stellt eine existenzielle Bedrohung für die Menschheit dar: So bieten beispielsweise nur funktionsfähige und biologisch vielfältige Ökosysteme die Möglichkeit zur dauerhaften Produktion von Lebensmitteln.
Als Grundlage für einen zukunftsfähigen Lebensmittelhandel sind sie essenziell. Bei Bioland stehen wir für eine geschützte Biodiversität und setzen uns für eine nachhaltige Landnutzung ein – wir freuen uns, in dieser Bestrebung mit Lidl kooperieren zu können.

Maßnahmen

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