REduce: weniger Lebensmittel in der Tonne
Weltweit landen jährlich über eine Milliarde Tonnen Nahrungsmittel im Abfall, die eigentlich noch für den Verzehr geeignet wären. Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist ein zentraler Leitsatz in unserer gemeinsamen Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources. Wir reduzieren den Einsatz und verhindern die Verschwendung von Ressourcen in den Unternehmen der Schwarz Gruppe – auch zusammen mit unseren Kunden. Eine Maßnahme, die Lidl und auch Kaufland einsetzen, ist die „Rettertüte“.
Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung
Mit der Rettertüte bekommt Obst und Gemüse, das optisch nicht perfekt, aber genießbar ist, eine zweite Chance. Bei Lidl und Kaufland erhalten die Kunden bis zu fünf Kilo gerettete Ware zum vergünstigten Preis von drei Euro in Deutschland. Die Tüte hat sich als sinnvolles Mittel gegen Food Waste durchgesetzt: Lidl hat sie 2022 eingeführt und setzt sie mittlerweile in insgesamt 24 Ländern ein – in weiteren Landesgesellschaften ist das Konzept noch in der Pilotphase. Bei Kaufland ist die Rettertüte seit Mai 2025 in allen Filialen in Deutschland verfügbar. Ziel ist es, durch den vergünstigten Preis einen Kaufanreiz für die Verbraucher zu schaffen und so Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Die Erfolge sind messbar: Allein im Geschäftsjahr 2024 und 2025 (bis Stand heute) konnten dank der Rettertüte mehr als 124.000 Tonnen Obst und Gemüse gerettet werden.
Lidl und Kaufland gehen mit den Initiativen „Rette mich“ und „Ich bin noch gut“ einen Schritt weiter. Einwandfreie Artikel aus verschiedenen Warengruppen des Selbstbedienungsbereiches werden mit diesem Hinweis versehen und stark rabattiert angeboten, weil sie kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeits- oder Verbrauchsdatums stehen. Das trägt ebenfalls zur Lebensmittelrettung bei.
Partnerschaften mit gemeinnützigen Organisationen
20 Cent pro verkaufte Rettertüte werden außerdem an gemeinnützige Tafeln in Deutschland gespendet. So kamen bei Lidl und Kaufland im Geschäftsjahr 2024 Spenden im Wert von insgesamt 1,3 Mio. Euro zusammen, zu denen auch regelmäßige Lebensmittelspenden zählen. Auch eine Kooperation mit der Initiative Foodsharing gibt es an über 80 Standorten von Kaufland, um übrig gebliebene Lebensmittel zur Abholung bereit zu stellen.

50 Prozent weniger Lebensmittelabfälle
Unsere ganzheitliche Kreislaufwirtschaftsstrategie REset Resources verfolgt im Handlungsfeld REduce ein klares Ziel: 50 Prozent weniger Lebensmittelabfälle in den Unternehmen der Schwarz Gruppe bis Ende 2030 (verglichen mit 2018). Dafür setzen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette an. Unser Maßnahmenkatalog reicht von der Prozessoptimierung bei der Lebensmittelproduktion über die bedarfsorientierte Bestellung im Handel und den optimierten Transport von Waren bis hin zu gezielten Initiativen in unseren Filialen. Denn wir finden, Nahrungsmittel gehören in die Tüte statt in die Tonne.



