
Eingeschränkte Warenverfügbarkeit, steigende Rohstoffpreise und geringe Planungssicherheit: Der Klimawandel stellt Unternehmen schon heute vor große Herausforderungen. Ein Nicht-Handeln ist keine Option. Klimaschutz wird zu einem zentralen Gradmesser hinsichtlich Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz.
Für die Unternehmen der Schwarz Gruppe ist nachhaltiges Wirtschaften die strategische Antwort auf die Energie- und Ressourcenfragen unserer Zeit und entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der jeweiligen Geschäftsmodelle. Statt in unsicheren Zeiten von ambitionierten Zielsetzungen zurückzuweichen, treiben die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihr Klimaschutzengagement strategisch voran und handeln voraus.
Um ihrer Verantwortung als weltweit tätige Handelsgruppe gerecht zu werden und einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels zu leisten, haben sich die Unternehmen der Schwarz Gruppe gemeinsam ein Net-Zero-Ziel bis 2050 gesetzt.
Bis spätestens 2050 werden die Unternehmen der Schwarz Gruppe alle von ihnen verursachten Treibhausgase entlang der gesamten Wertschöpfungskette langfristig auf Netto-Null reduzieren. Unvermeidbare Restemissionen, z. B. bei landwirtschaftlichen Prozessen, werden durch CO2-Entnahmelösungen gemäß SBTi-Standard neutralisiert.
Zur Erreichung ihres Net-Zero-Ziels bis 2050 haben sich die Unternehmen der Schwarz Gruppe gemeinsam kurz- und langfristige Klimaziele gesetzt, die von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert wurden.

Scope 1 & 2:
Bis 2030 reduzieren die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre betriebsbedingten Emissionen um 48 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2019). Das Ziel umfasst auch biogene Emissionen und die Entfernung biogener Einsatzstoffe.
→ Zielerreichungsgrad im Geschäftsjahr 2025: -44,1 Prozent
Scope 3:
Bis 2034 reduzieren die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre indirekten land- und forstwirtschaftlichen Emissionen (FLAG) um 42,4 Prozent (beinhaltet die Verpflichtung zu entwaldungsfreien Lieferketten für zentrale Rohstoffe ab 31.12.2025), die indirekten Emissionen im Bereich Energie und industrielle Prozesse (E&I) um 35 Prozent sowie die Emissionen aus verkauften Kraftstoffen um 58,8 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2022).
→ Zielerreichungsgrad im Geschäftsjahr 2025:
Scope 1 & 2:
Bis 2050 reduzieren die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre betriebsbedingten Emissionen um 90 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2019).
Scope 3:
Bis 2050 reduzieren die Unternehmen der Schwarz Gruppe ihre indirekten land- und forstwirtschaftlichen Emissionen (FLAG) um 72 Prozent, die indirekten Emissionen im Bereich Energie und industrielle Prozesse (E&I) sowie die Emissionen aus verkauften Kraftstoffen um 90 Prozent (im Vergleich zum Basisjahr 2022).
Die gemeinsam erstellte Klimabilanz der Unternehmen der Schwarz Gruppe basiert auf den Zahlen des Geschäftsjahres 2025 und wurde gemäß den Richtlinien des GHG Protocols berechnet.
Im Geschäftsjahr 2025 verzeichneten die Unternehmen der Schwarz Gruppe einen Anstieg der Gesamtemissionen um mehr als 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf das kontinuierliche Wachstum der Unternehmensgruppe sowie ein erhöhtes Warenvolumen in den Handelssparten zurückzuführen. Das spiegelt sich insbesondere in der Zunahme der indirekten Treibhausgasemissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) wider.
Trotz dieser Wachstumsdynamik konnten die betriebsbedingten Emissionen (Scope 1 und 2) im Berichtszeitraum erneut leicht verringert werden. Unsere direkten Emissionen (Scope 1) konnten wir mindern, indem wir weniger fossile Energieträger verwendet und Kältemittelemissionen reduziert haben. Parallel dazu führten die Fortschritte beim gruppenweiten Grünstrom-Commitment zu einer leichten Verringerung der indirekten energiebezogenen Emissionen (Scope 2).
Mit ihrem gemeinsam erarbeiteten Klimatransitionsplan etablieren wir als Unternehmen der Schwarz Gruppe ein strategisches Instrument zur Erreichung unserer gemeinsam festgelegten Ziele. Dieser weist die zentralen Hebel auf dem Weg zu Net-Zero aus und bildet so die Basis, um die jeweiligen Geschäftsprozesse zukunftsfähig aufzustellen. Wir arbeiten
kontinuierlich daran, den Klimatransitionsplan weiter zu konkretisieren.
Die Reduktion der betriebsbedingten Treibhausgasemissionen bildet einen zentralen Pfeiler der gemeinsam erarbeiteten Klimastrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe. Wir haben uns dazu verpflichtet, diese Emissionen bis zum Jahr 2030 um 48 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2019 zu reduzieren. Bis 2050 werden wir unsere betriebsbedingten Treibhausgasemissionen um 90 Prozent reduzieren und zu unserem Netto-Null-Ziel beitragen.

Die Kategorie Scope 3.1 umfasst sämtliche Emissionen aus eingekauften Waren und Dienstleistungen und damit den wesentlichen Teil des CO2-Fußabdrucks der Unternehmen der Schwarz Gruppe. Ein entscheidender Hebel sind dabei die FLAG-Emissionen (Forest, Land and Agriculture), die aus der Landnutzung innerhalb unserer Lieferkette resultieren. Um diesen proaktiv zu begegnen, haben sich die Unternehmen der Schwarz Gruppe ein ambitioniertes, wissenschaftsbasiertes Ziel gesetzt: Bis zum Geschäftsjahr 2034 sollen die absoluten FLAG-Emissionen in Scope 3 um 42,4 Prozent reduziert werden (Basisjahr 2022).

Die Scope-3.1-Emissionen im Energie- und Industriebereich (E&I) adressieren die Emissionen aus der industriellen Verarbeitung, Verpackung und dem Non-Food-Sektor.
In diesem Segment haben sich die Unternehmen der Schwarz Gruppe ein verbindliches, wissenschaftsbasiertes Ziel gesetzt: Bis zum Geschäftsjahr 2034 sollen die indirekten Emissionen im Bereich Energie und industrielle Prozesse um 35 Prozent reduziert werden (Basisjahr 2022).

Im Bereich der vorgelagerten Wertschöpfung fokussieren wir uns auf die kontinuierliche Präzisierung der Datengrundlage und operative Anreizsysteme. Ein wesentlicher Hebel ist die stetige Verbesserung der Bilanzierungsmethodik für Investitionsgüter, um Umweltauswirkungen präziser steuern zu können. Zur Dekarbonisierung der Transportwege fördern wir den Einsatz emissionsarmer Technologien, indem wir Spediteuren und Lieferanten gezielt E-Ladeinfrastruktur an unseren Standorten zur Verfügung stellen und so den Umstieg auf batterieelektrische Schwerlastwagen incentivieren. Ergänzend dazu arbeiten wir an der systematischen Reduktion von Abfällen.
In der nachgelagerten Wertschöpfungskette liegen die Schwerpunkte auf der Ressourcenschonung und der Förderung eines nachhaltigeren Konsumverhaltens. Wir reduzieren die ökologischen Auswirkungen unserer Produkte sowie Verpackungen über deren gesamten Lebenszyklus. Ziel ist es, durch innovative Verwertungsverfahren und die Förderung der Wiederverwendung den verbleibenden CO₂-Fußabdruck in der Nutzungs- und Nachnutzungsphase konsequent zu senken. Ergänzend dazu zielen wir auf eine signifikante Reduktion der Emissionen in der Nutzungsphase ab.
Dies erreichen wir vor allem durch die kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz unserer Geräte.
Eine zentrale Rolle in der Klimastrategie der Unternehmen der Schwarz Gruppe spielt die Eigenerzeugung von erneuerbaren Energien sowie eine energie- und ressourceneffiziente Bauweise bei ihren Filialen, Logistikzentren und Verwaltungsgebäuden. Darüber hinaus treiben die Unternehmen der Schwarz Gruppe die Dekarbonisierung der Logistik kontinuierlich voran.

Net-Zero (Netto-Null) beschreibt das Ziel, Treibhausgasemissionen in der gesamten Wertschöpfungskette auf ein Minimum zu reduzieren. Da wissenschaftlich davon ausgegangen wird, dass selbst nach erheblichen Reduktionsbemühungen Restemissionen verbleiben, müssen diese durch Entnahmelösungen innerhalb oder außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette (z. B. technische CO2-Senken) neutralisiert werden. (siehe SBTi Glossary)
Die Science Based Targets initiative (SBTi) ist eine freiwillige gemeinsame Initiative des Carbon Disclosure Projects (CDP), des United Nations Global Compact, des World Resources Institute und des World Wide Fund for Nature (WWF), der weltweit über 11.000 Unternehmen und Finanzinstitutionen angehören.
Die Unternehmen der Schwarz Gruppe sind der Science Based Targets initiative (SBTi) im Jahr 2020 beigetreten und haben im Geschäftsjahr 2024 gemeinsam ein Net-Zero-Commitment eingereicht. Im Jahr 2025 hat die SBTi die lang- und kurzfristigen Klimaziele und damit auch das gemeinsame Net-Zero-Ziel der Unternehmen der Schwarz Gruppe validiert und so ihre wissenschaftliche Basis belegt.
Die unabhängige Prüfung und Validierung durch die SBTi bestätigt, dass die Unternehmen der Schwarz Gruppe einem klar definierten Pfad zur Emissionsreduktion folgen und mit ihrem Engagement einen wirksamen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts leisten.
Das GHG Protocol (Greenhouse Gas Protocol) stellt weltweit standardisierte Rahmenwerke zur Messung und zum Management von Treibhausgasemissionen (THG) bereit. Diese Richtlinien dienen der Erfassung von Emissionen aus Aktivitäten des privaten und öffentlichen Sektors, aus Wertschöpfungsketten sowie aus Minderungsmaßnahmen.
Das GHG Protocol basiert auf einer Partnerschaft zwischen dem World Resources Institute (WRI) und dem World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) und wird in Zusammenarbeit mit Regierungen, Wirtschaftsverbänden, NGOs und Unternehmen angewendet.